
Die Klarinette
Die Klarinette gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Einerseits wird das Instrument selbst aus Holz gebaut, andererseits wird der Ton mit einem Blättchen aus Holz erzeugt. Allerdings gibt es auch Instrumente aus Metall oder Plexiglas, auch die Blättchen können aus Kunststoff erzeugt werden.
Die Klappenmechanik und Blattschrauben werden in der Regel aus versilbertem Neusilber, selten auch aus Messing, Gold oder Silber hergestellt. Das wohl gängigste Modell ist die B-Klarinette die rund 66 cm lang ist und eine Innenbohrung von ca. 13 mm aufweist.
Klarinetten sind mit verschieden Griffsystemen erhältlich, wobei die zwei gängisten das deutsche System (Öhler-System) und das französische „Böhm-System“ sind. Die beiden Systeme stammen zum einen von der Barock-Blockflöte (deutsches System) und zum anderen von der Querflöte (Böhm-System) ab.
Die Hauptunterschiede liegen in den Rollverbindungen zwischen den Klappen beim deutschen System, in verschiedenen Griffweisen und anderer Bauart des Mundstückes und in unterschiedlichen Durchmessern der Außen- und Innenbohrung des Korpus. Das deutsche System findet hauptsächlich in Deutschland und Österreich in verschiedensten Orchestern Verwendung. Das Böhm System wird in den meisten anderen Ländern gespielt. Welches System nun die Nase vorn hat, welches besser oder schlechter zu spielen (und zu hören) ist, sei den Klarinetist*nnen selbst überlassen. Top Leute gibt es in beiden Systemen.